Ausstellungen & Events

Hier posten wir regelmäßig über in der Galerie stattfindende Ausstellungen und Events, seinen es Vernissagen, Finissagen oder Performances:


Einzelausstellung MANSURSHON 8.10.21 – 12.11.21

Im Oktober liegt unser Fokus ganz auf die Einzelausstellung des Künstlers Mansurshon. Er ist nicht nur talentierter Grafiker und Bildhauer, sondern steht auch hinter dem künstlerischen Programm der Galerie Frewein-Kazakbaev.

Mansurshon zeigt neue Bilder, Skulpturen und Zeichnungen. So unterschiedlich die drei Bereiche scheinen, sie fügen sich zu einer Symbiose zusammen. Ein Titel für die Ausstellung, den er jedoch wieder verworfen hat, war „ungebetene Gäste“. Er bezog sie auf die Thematik, die über allen Arbeiten steht oder schwebt: die aktuelle Bedrohung unserer Welt durch Klimawandel, Verschmutzung und die Ausbreitung von neuen Virus-Mutationen.
Doch ist es nicht einfach das Aufzeigen das Mansurshon interessiert, vielmehr verhandelt er die Probleme, genauer, die Problemstoffe selber, wie gesammelten Plastik- Müll, in neue ästhetische Welten, verwandelt sie in poetische Objekte und Gemälde.
Die Zeichnungen fügen sich geschickt, fast listig dazwischen. Die Meisterschaft sich zwischen verschieden Disziplinen zu bewegen, besteht auch darin, mit Leichtigkeit selbst das Schwere zu behandeln. Aufregend gut. [Maria Bussmann]

Die Ausstellung läuft vom 8.10.21 bis zum 12.11.21, jeweils Montag bis Freitag von 12Uhr bis 14Uhr.

Am 7.10.21 laden wir Sie herzlich ab 18Uhr zur Vernissage der Ausstellung ein! See you soon.

 

artwalk18 25.9.21 – 26.9.21

Auch dieses Jahr ist die Galerie Frewein-Kazakbaev teil des Projektes artwalk18 organsiert durch den Verein art18!

Der artwalk18 findet am am Wochenende 25./26.921 statt.
Zu sehen gibt es bei uns die Gruppenausstellung “Achterbahn” mit den Künstler:innen Claudia Antonius, Bettina Beranek, Romana Brandstätter, Sigrid Friedmann, Eva Hradil, Alexandra Kromus, Litto und Osso.

Öffnungszeiten während des artwalk18:
Samstag 14-20Uhr
Sonntag 14-19Uhr
 

Neben unsere Galerie gibt es ca. 44 weitere Orte in ganz Währing verteilt an denen Sie neue und aufregende künstlerische Positionen kennenlernen und erleben können.

Wir freuen uns auf Ihr kommen!
Folder zum artwalk18 [PDF]
https://www.art18.at/artwalk18-2021/folder-als-pdf

Mehr über art18
https://www.art18.at

Copyright: art18

 

Ausstellung “Achterbahn” 10.9.21 – 30.9.21

Nach einer wohlverdienten Sommerpause dürfen wir Sie ab dem 10.9.21 wieder mit einer neuen Ausstellung in der Galerie begrüßen. Wie jeden Herbst starten wir auch heuer wieder mit einer Gruppenausstellung der Künstler:innen des vergangenen Jahres. Diese zeigen Werke und künstlerische Positionen unter dem übergreifenden  Ausstellungstitel “Achterbahn“. Eine Reflexion auf die dynamischen Zeiten in denen wir leben.

Die Vernissage zur Ausstellung findet am 9.10.21, ab 18:00 Uhr statt.

In dieser Woche können Sie uns nicht nur in unserem Galeriespace in Währing besuchen, sondern auch auf der vom 7.9.21 bis 12.9.21 stattfindenden PARALLEL VIENNA.
Mehr Informationen dazu HIER.

PARALLEL VIENNA 7.9.21 – 12.9.21

Wir freuen uns sehr dieses Jahr als Teil des GALLERY STATEMENTS an der hybrid Kunstmesse PARALLEL VIENNA teilzunehmen.

Vom 7.9.21 bis zum 12.9.21 können Sie uns in der ehemaligen Semmelweisklinik besuchen.

Wir werden dort mit den Positionen der Künstler:innen Mansurshon und Sabine Groschup vertreten sein, welche auch beide selbst während der PARALLEL Vorort anwesend sein werden.

See you there!
 

 

Öffnungszeiten PARALLEL VIENNA:

Mittwoch, 08.09.2021 bis Freitag, 10.09.2021 // 13:00 – 20:00 Uhr
Samstag, 11.09.2021 bis Sonntag, 12.09.2021 // 12:00 – 19:00 Uhr

Informationen zur diesjährigen PARALLEL VIENNA selbst:
Die diesjährige Kunstmesse PARALLEL VIENNA findet vom 07. bis 12 September 2021 in der ehemaligen Semmelweisklinik, benannt nach dem bedeutenden Arzt und Geburtshelfer Ignaz Semmelweis, statt. Wie in den Jahren zuvor lädt das kuratorische Team wieder aufstrebende sowie etablierte künstlerische Positionen aus dem In- und Ausland ein, sich mit dem Gebäude und dessen Geschichte auseinanderzusetzen. Dabei werden rund 170 Räume der ehemaligen Geburtenklinik und der Krankenhausschule mit mehr als 600 künstlerischen Positionen bespielt. [Pressetext]
Für mehr Informationen:
https://parallelvienna.com/about/

Tickets:
https://parallelvienna.com/product-category/event

Copyright: PARALLEL VIENNA / Julia Harrauer

Vernissage “Zeit und Raum” – am 10.6.21

Am 10.6 eröffneten wir zusammen mit den Künstlerinnen Marion Bancher & Ela Migacz Szczepaniak ihre Ausstellung "Zeit und Raum" - dank der gelockerten Maßnahmen konnten wir so eine kleine aber feine Vernissage veranstalten.

Einige Impressionen des Abends:

 

                          

     

Fotos: Susanne Frewein-Kazakbaev

Ausstellung “Zeit und Raum” 10.6.21 – 30.6.21

Am 10.6 eröffnen wir unsere letzte Ausstellung vor der Sommerpause - ihr Titel lautet "Zeit und Raum" -sie zeigt Werke der Künstlerinnen Marion Brancher und Ela Migacz Szczepaniak.

Vernissage: 10.6.21, ab 19:00

Finisssage: 30.6.21, ab 19:00

(Einlass jeweils ab 18:00)

 

(…) Hier und jetzt, Zeit und Raum. Traum einer kleinsten Einheit gleich im Punkt, punktgenau im Strich, die Linie Verbindungen schlagen Brücken. Hier ein Rauschen, jetzt das Summen. Hier und jetzt die Wiese. Hier und jetzt ein Traum. Wir ein Raum? Ein Traum? Kaum, pure Realität ein Istgleichzeichen zwischen diesem jetzt und dann dem Ort. Gleich im Grunde. (…) Flügel ausstrecken, Sinne einschalten, abheben weit hinauf in die Lüfte. Grenzen überschreiten, mich selbst überschreiten, wenn das geht, den Innenraum zum Aussenraum werden lassen, das Aussen hereinholen und das Innere hinaus. Eine Fusion führen. Das Innere hinauskehren.

(…) Punkt. Ein Punkt. Punktgenau der Weg das ich. (…) weitet sich aus, geht hinaus, immer mehr in die Unendlichkeit, in die Zeitlosigkeit eines Punktes hier und jetzt. Zeit und Raum. Realität und vollkommene Fiktion. (…)

Text der Künstlerin Marion Bancher über die Ausstellung

Leicht, Marion Bancher, 2021. Linie, Ela Migacz Szczepaniak, 2021.

Spinnerei, Marion Bancher, 2021. Ruhe in der Bewegung, Marion Bancher, 2021.

Klammer, Ela Migacz Szczepaniak, 2021. Ruhe in der Bewegung, Marion Bancher, 2021. (Detail)

Stundenblume, Marion Bancher, 2021. Augenblick, Marion Bancher, 2021.

Über Marion Bancher:

Geboren am 24. März 1972 und aufgewachsen in Südtirol-Italien.

lebe und arbeite in Wien

Studium der Architektur an der TU Wien,
Studium des Schauspiels,
Studium der Philosophie,
Studium der Kunstgeschichte,
Studium der Malerei,
Studium des Künstlerischen Lehramts - 2003 abgeschlossen mit dem mag.art

Über Ela Migacz Szcepaniak:

geboren am 19. Mai 1963 in Wroclaw, Polen

2015-2017
Mitgründung der Galerie KRAS - Stumpergasse 16, 1060 Wien / mit Judith Grosser

2011-Laufend
künstlerische, selbständige Tätigkeiten, Rauminstallationen, Objekte, Restaurierung

1998-2011
Angestellte in dem Atelier Wolfgang Hienert, Währingerstraße 182, 1180 Wien

1990-1998
Selbstständige Tätigkeit in den Bereichen Kunst, Innenarchitektur, Restaurierung

1989 Übersiedlung nach Wien

1992
Diplom in der Meisterklasse bei Prof. M. Jedrzejewski Aneks / Malerei in der Meisterklasse bei Prof. S. Dymitrowicz

1985-1992
Studium der Innenarchitektur an der Hochschule für Angewandte Kunst Wrocław

1978-1983
Kunstgymnasium / Abitur

GALLERY WEEKEND 2021 – 28.5 und 29.5.21

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Am 28.5.21 und 29.5.21 dürfen wir Sie für das in ganz Österreich stattfindende Gallery Weekend in unserer Galerie begrüßen!

An diesen zwei Tagen haben Sie die Möglichkeit unsere Galerie von 11  bis 19 Uhr zu besuchen und sich die Ausstellung "Ungeheuerliche" mit den Werken der Künstlerinnen Maria Bussmann, Marlene Lahmer und Sascha Alexandra Zaitseva anzusehen.

Am 28.05.21, um 16 Uhr findet eine Performance von Marlene Lahmer im Rahmen der Finissage der Ausstellung "Ungeheuerliche" statt.

Wir bitten Sie bei einem Besuche in den den Innenräumen eine FFP2-Maske zu tragen und wenn möglich den 2m Abstand einzuhalten.

 

Wir freuen uns auf Ihr kommen! - Das Team der Galerie Frewein-Kazakbaev

Ausstellung “Ungeheurliche” 06.05. – 30.05.2021

Einladung Ausstellung Ungeheuerlichen

UNGEHEURLICHE

Antigone ist nicht nur die Hauptfigur einer antiken Tragödie, unter ihrem Namen wird auch oft ein Paradigma des Ungehorsams verhandelt, sowohl in theoretischen Betrachtungen als auch in künstlerischen Praktiken.

Ungeheuerlich ist ihre Geschichte,- ihr Tod löst eine Kette von Morden aus, aber ebenso ungeheuerlich - denn nicht ge-heuer (mittelhochdeutsch: lieblich, zum Hauswesen, zur Hausgemeinschaft gehörend) sind die Herangehensweisen der drei Künstlerinnen:

Maria Bussmann, Marlene Lahmer und Sascha- Alexandra Zaitseva.

Maria Bussmann zeichnet um die Geschichte, zeichnet sie um, Marlene Lahmer widmet sich in einer Videoinstallation und Performance (28.5.) dem skulpturalen Akt des Sprechens, Sascha -Alexandra Zaitseva schafft mit Techniken des Nähens und der Keramik eine Auseinandersetzung mit Körperlichkeit, Abbildung und Identität.

 

Schaufenster für die Ausstellung, Maria Bussmann, 2021.

Objekt I & Objekt II, Maria Bussmann, 2021.

I am Europe: Ungeheuerliche 1 & 2, Alexandra Zaitseva, 2021.

Sprechstücke, Marlene Lahmer, 2021.

Maria Bussmann

Maria Bussmann bewegt sich im Spannungsfeld von Kunst und Philosophie . Ihre bevorzugtes Medium ist die Zeichnung. Die promovierte Philosophin lässt sich von Werken wie  Ludwig Wittgensteins Tractatus oder von Hannah Arendt inspirieren. Sie setzt ihre Gedanken, ähnlich gezeichneten Fußnoten, subtil in Sichtbarkeit um. Parallel dazu fertigt sie aus Papier, Draht und diversen Materialien fragile Kleinplastiken.
Sie ist Dozentin an der Universität für Angewandte Kunst Wien und Mitglied der Wiener Secession.

Marlene Lahmer

Marlene Lahmer (*Wien, 1996) ist im MAsterprogramm TransArts an der Universität für Angewandte Kunst und hat English and American Studies mit einem persönlichen Fokus auf queere und feministische Kulturtheorie an der Universität Wien studiert. Sie war ein Jahr lang Erasmusstudentin in Glass Art an der Estonian Academy of Arts, Talinn. Ihre künstlerische Praxis umfasst Lyrik, Performance, (ortsspezifische) Installation und skulpturale Auseinandersetzungen mit Glas.
Wichtige Gruppenausstellungen beinhalten Deciduous mit dem Kollektiv Supra//Struktur (Medo Art Space), die Serie I spy with my little eye in Talinn (Polymer A Korpus und EKA Gallery), Mustererkennung im Rahmen der Vienna Biennale for Change 2019 (Kunstfabrik Groß Siegharts), das Ausstellungsprojekt Narrating Narrativity (Krinzinger Projekte) und eine Teilnahme an der Vienna Contemporary 2020.

Alexandra Zaitseva

Alexandra Zaitseva (*1981, Gusev, RUS) studierte Objektbildhauerei an der Akademie der bildenden Künste Wien. Ihre Kunstinstallationen/Interventionen im öffentlichen/digitalen Raum nehmen stets Bezüge zu umkämpften Themen wie Genderdiversity, Feminismus oder interkultureller Dialog. Dabei geht es ihr um eine Provokation des Denkens, welche sie durch das Verschieben der symbolischen Denkstrukturen des anvisierten Themas als auch des gewählten Mediums erzielt.
Seit 2020 ist Sascha Alexandra Zaitseva Leiterin des Keramikstudios der Universität für angewandte Kunst Wien.
Ausstellungen /Filmscreenings (Auswahl): Parallel 2019 / Vienna (AT), MUSA (AT), NÖ DOK für Moderne Kunst (AT), 2,04 gallery / St. Petersburg (RUS), Millerntorgallery #9 / Hamburg (DE), SofiaArtGallery (BG), International Art Festival 2020 /Athen, (GR), Porn Film Festival Vienna.

Ausstellung “Schichten” 08.04.21 – 30.04.21

Die Ausstellung "Schichten" findet vom 08.04.2021 - 30.04.2021 statt.  Die Ausstellung setzt sich aus den Werken der Künstler:innen Julia Corton, Hubert Ebenberger und Siegfried Füreder zusammen.

Durch den erneuten Lockdown, welcher zeitgleich in Wien stattfindet, ist es leider nicht möglich die Ausstellung offline zu besuchen. Wie zuvor schon bei der Ausstellung "Maß der Unordnung" haben wir ein Video gestaltet um Ihnen trotz dieser Einschränkungen die Möglichkeit zu bieten die Ausstellung zu besuchen. #closedbutactive

 

 

ab 08.04.2021 Ausstellung “SCHICHTEN”

 

 

PHOTOSYNTHESIS / Februar 2020

SIGRID FRIEDMANN:

In ihrer Serie „Fruchtkörper“ setzt sich Sigrid Friedmann mit dem (barocken) Stillleben auseinander, transformiert es technisch in unsere Zeit und interpretiert es auf persönliche und sinnliche Weise neu.

Haben die Maler früherer Jahrhunderte Früchte und Gemüse arrangiert, um sie dann mittels Pinsel und Farben auf der Leinwand abzubilden, so werden bei Friedmann Obst und Gemüse selbst zu Pinsel und Farben. In einem ersten Schritt werden die Früchte – stilllebenartig – auf die Scannerplatte arrangiert. Der technisch kühle und scheinbar objektive Scanvorgang wird für die Künstlerin dann zu einem sinnlichen, intuitiven Prozess: in völliger Dunkelheit (um einen schwarzen Bildhintergrund zu erhalten) legt Friedmann ihre Hände auf die Früchte und bewegt sie während des Scannens, „malt“ mit ihnen ein zu diesem Zeitpunkt unsichtbares Bild (das Ergebnis sieht sie jeweils erst im Nachhinein). Durch diesen Vorgang verleiht sie dem dabei entstandenen Abbild der Früchte neue Formen und Strukturen. Das ursprünglich Abzubildende wird zum Abbildenden, zum Ausgangspunkt für etwas Neues (in dieser Hinsicht könnte man sich an Arcimboldo erinnert fühlen).

 

Der Vanitas-Gedanke, der in barocken Stillleben stets mitschwang, wird hier weiter gesponnen: aus den verrottenden Früchten erwachsen – im Bild – neue (Ausdrucks)Formen, genau so wie auch in der Natur die alte Frucht Humus und Samen für die neue Frucht bereitet – denn jedem Ende wohnt ein Anfang inne. In der wörtlichen „Photo-Synthese“ zwischen dem Gemüse, Friedmanns Bewegungen und dem Scanner werden die – teils schon verfaulenden – Früchte zu einem neuen, anderen Leben erweckt. Ihrer ursprünglichen Bedeutung enthoben, entfalten sie ein dynamisches Eigenleben, werden sie zu neuen, bisher unbekannten, originären (Frucht)körpern.

Und doch erzählen die Fotos vom Vergehen, von zeitlichen Abläufen und ihrer Unwiederholbarkeit: Durch das Scan-Verfahren wird ein ephemerer, bewegter Prozess festgehalten. Gebannt in ein Standbild entsteht der Eindruck, eine eigenständigen Lebensform vor sich zu haben, die jedoch ausschließlich im Moment ihrer Entstehung existierte und weder greif- noch wiederholbar ist. Entstehen und Vergehen im Sekundentakt.

 

Text von Clara Kaufmann

 


ALEXANDRA KROMUS:

Worte haben mich zu diesen Bildern inspiriert.  Die Bilder der drei Königinnen sprechen von Armut,  Abfall und Überfluss.  Hier Bilder dort Worte.

Riesige Landstriche in Äthiopien sind von Dürre betroffen. Dutzende Elefanten verhungern auf Grund von Dürre in Zimbabwe. Textilindustrie vergiftet Flüsse und Trinkwasser. Zehntausende tote Trottellummen angeschwemmt. Ölpest in Brasilien – Indigene protestieren. Jeder 3. Mensch hat keinen Zugang zu sicherem Trinkwasser. Eis zu dünn für Robbenjagd. Eisbären wagten sich in Dorf. 15 Journalisten wegen Umwelt Artikel getötet.  Australien legt sich auf keinerlei Einschränkungen bei CO2 Ausstoss fest. Waldbrände in Brasilien. Medikamente im Abwasser. Mikroplastik. Mikrostrudel. Pyroplastik. Müllhalden. Brände im Amazonas Regenwald von Viehzüchtern absichtlich gelegt. 2015 – 2019 die heisseste Fünfjahresperiode seit 150 Jahren. Pizol Gletscher verliert 90 Prozent seines Volumens. Schiffe kippen Plastikmüll illegal ins Meer. Treibhausgas – Emissionen. Emissionshandel. CO2 Äquivalenten. Recyklingquoten. Materieller Wohlstand geht zulasten der Umwelt. Hitze. Dürre. Stürme. China weigert sich Müll aus westlichen Ländern zu importieren. Indonesien kündigt ebenfalls Einschränkungen an. Durch die Müllberge verschwinden Reisfelder und die giftigen Chemikalien landen in der Nahrungskette. Eier aus Indonesiens Plastikabfallhotspots enthalten alarmierende Konzentrationen von Dioxinen, Perfluoroctansulfonsäure und anderen verbotenen Chemikalien. Große Tiere schlucken Unmengen an Plastik. Kleine Mikroplastikteile sind problematisch für Mantarochen und Walhaie. An der Südseite der Alpen sind innerhalb kürzester Zeit Unmengen an Schnee und Regen niedergegangen. Mehr als 10.000 Kinder schürfen in Madagaskar nach Glimmer für Autoindustrie, Kosmetikindustrie und Elektroindustrie. Die Kinder leiden unter Rückenschmerzen, Verletzungen, Kopfschmerzen und Lungenerkrankungen. Gesundheitsgefährdung durch Staub. Lichtverschmutzung ist Beschleuniger für Insektenschwund. Gletscher schmelzen. Almen sterben. Berge brechen auseinander. Textilfabrik eingestürzt. Sandstrahl Verfahren bei Jeans lässt Arbeiter an Staublunge erkranken.

Text von Alexandra Kromus

GRAY & COLOR / November 2019

Eine Ausstellung von Herbert Pascieznyk  und Franz Part

Text – Herbert Pascieznyk

 

Alle Bilder sind aus Staub gemacht.

 

Setze das Kleine gegen das Große

Das Runde gegen das Kantige

Das Raue gegen das Glatte

Die kalte gegen die warme Farbe

Totes und Lebendes

Schlafendes und Waches

Altes und Junges sind eins

Ich nehme Formen aus Kunst und Natur

Verbiege und verforme sie

Ich vereinfache auf Dreieck Kreis Quadrat

Verändere Farbe und Struktur

Ich weiß, dass jedes Bild ein eigener Kosmos ist.

Mein Ziel ist es,

Seltsames, Fremdes und Wildes zu malen

und es soll mitten ins Herz treffen.

 


Text – Dimitriya Geleva

Marcel Duchamp (1887 – 1968) war ein französisch-amerikanischer Maler, der als Mitbegründer der Konzeptkunst gilt und bis heute Inspiration für Franz Parts’ künstlerisches Schaffen ist. Duchamp ist für seine Alltagsgegenstände bekannt. Er stellte sie im ästhetischen Kontext in Galerien und Museen aus, um die Vorstellung über  „schöne“ Kunst zu kritisieren und das damals noch viel erörterte Thema der Ästhetik aufzugreifen. Durch seine Objekten hat er das Thema der Anti-Ästhetik, im Sinne einer Gegenposition zu Kunsttheorien bezüglich dem Schönen und Wahren, in eine diskursive Praxis umgesetzt.  Der Künstler Franz Part greift aber noch tiefer in die Sinnmachung eines Kunstwerkes mit seinem Konzept gray matter. Gray matter sollte in diesem Sinne der visuellen Kunst opponieren um die kognitiven Aspekte der Ästhetik im Betrachter zu wecken.

“Ultimately, it should not be looked at… It’s not the visual aspect of the Readymade that matters, it’s simply the fact that it exists.… Visuality is no longer a question: the Readymade is no longer visible, so to speak. It is completely gray matter. It is no longer retinal.” – Duchamp

Franz Part’s Werke spiegeln die kunstgeschichtliche und kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff Ästhetik und das wichtige Konzept Duchamps über „gray matter“ wieder.

“Generate ideas, no matter how wild or far-fetched, and enable new associations to be made in the gray matter of your brain.” — Marcel Duchamp

Er greift durch die zahlreiche Referenzen in seinen Werken nicht nur in der Kunstgeschichte als wichtigen Teil des Kunstschaffens zurück, sondern verbindet auch die Diskurstheorie, unter dem Einfluss der Digitalen Revolution, mit der heutigen Realität der Kultur und Epoche, in der sich die Kunst befindet.

“Bei meinen Arbeiten muss man eigentlich immer viel wissen. Wie Marcel Duchamp gesagt hat: wenn es um Mathematik geht, sagen alle, sie kennen sich nicht aus, aber wenn von Kunst die Rede ist, hat jeder eine Meinung. Dabei ist Kunst auch eine Disziplin, in der man viel wissen sollte. Davon bin ich ganz fest überzeugt.” – Franz Part

 

 

 

Ausstellung des Künstler MANSURSHON / Oktober 2019

5-jähriges Jubiläum der Galerie

Vor 5 Jahren haben wir die erste Ausstellung des Künstlers Mansurshon und somit auch die Galerie eröffnet.

5 Jahre später wollen wir dasselbe machen und mit euch unser Jubiläum zusammen feiern!

Am 4. Oktober findet deswegen die Vernissage der Ausstellung von dem Künstler Mansurshon und unser Jubiläum statt!

Für 5 Jahre habt ihr uns unterstützt und deswegen wollen wir einen riesigen Dank mit guter Kunst (Vernissage der Ausstellung des Künstlers Mansurshon) und wie immer mit gutem Wein (Weingut Georg Toifl) sagen!

Wir freuen uns sehr euch wieder begrüßen zu dürfen!

MANSURSHON
www.mansurshon.com

Weingut Georg TOIFL
http://www.weingut-toifl.at/
Weingut Georg Toifl

Mushroomed / September 2019

Künstler:

Romana Egartner

Rene Herar

Natia Kalandadze

Josef Kleindienst

George Kubla

Pia Lattanzi

Christoph Mayer

Slobodan Orescanin

Hawy Rahman

Rosa Roedelius

Celine Struger

 

11 verschiedene Künstler, 11 verschiedene Stile, 1 gemeinsame Liebe für Kunst!

 

LOST IN SPACE DELUXE – Niclas Anatol

Text – Niclas Anatol

Die Intensität und Dichte von Strukturen aus Mikro und Makrokosmos verdichten sich zu einem Ganzen. Das Triptychon die „große“ Bau-Stelle zeigt die mehr als 15 jährige Beschäftigung mit dem Thema Stadt, Urbanität und Raum. Der Reichtum an Strukturen und Ebenen sucht hier seinesgleichen und ist als eigenständiger Zyklus zu betrachten. Ausgehend von urbanen Szenarien, die scheinbar ausgehebelt werden und sich frei im Bild-Raum bewegen beginnen verdichten sich eigene wie gesellschaftliche Erfahrungen und Prozesse in den drei Großformaten zu Einem. Die Strukturen, Überlagerungen und Verschiebungen sind mit einer schemenhaften Konstruktionsrasterung unterlegt, die nicht stringent im Hintergrund verweilt sondern an bewusst gewählten Stellen über die Ebenen hinweg in den Vordergrund drängt.

 

 

Körperübung ist eine Serie, die aus konzentrierter Energie, Farbe und Geschwindigkeit heraus entsteht. Innerhalb kürzester Zeit wird möglichst viel Intensität in den Prozess des Malens konzentriert. Die Formfindung steht nicht im Vordergrund. Sie ergibt sich aufgrund der Farbüberlagerungen. Raum und Tiefe der Formen definieren sich über die Farbkomposition und die spontane und intuitive Pinselführung. Das über die Geschwindigkeit gesteuerte Auftragen und Überlagern von Farbschichten bildet den Körper heraus.

 

 

Lost in Space Deluxe oder Urknall. Raum wird als methodische Aufarbeitung über Entschleunigung definiert. Die Verschneidung von Elementen erzeugt durch eine Neukomposition der einzelnen Zeichnungsfragmente virtuelle Körperformen.

Diese angerissenen Umrisse, Umfänge, Umlaufbahnen greifen ineinander über und bremsen einander gleichsam ein. Durch Überlagerungen von Strukturen entsteht Räumlichkeit und Tiefe in den Werken.

Hinter Glas, wie in einer Vitrine präsentiert und auf Distanz zum Betrachter, tun sich hier Räume auf, die über die aggressive, schnelle und kraftvolle Strichführung die Dimension der Zeit mit einbezieht und gleichsam ausbremst.

Es werden Möglichkeiten angerissen, die mit einer scheinbaren Beliebigkeit kokettieren, die es auch geben könnte, aber durch die bewusste Setzung der Fragmente ausgeschlossen wird.

Man verliert sich gerne in der Dynamik und Energie, die von diesen Werken ausgeht und ist im selben Moment von der Harmonie und Entschleunigung fasziniert. Es sind Bausteine einer Mehrdimensionalität, die unweigerlich über das Ausschneiden und neu Setzen miteinander in Diskurs treten und zu einem erweiterten Verständnis von Form und Raum führen.

 

Die Beschäftigung mit Bildhauerei hat das in sich Wiederkehrende, Konzentrierte und Geschlossene über Geschwindigkeit und Leistung eindeutig erweitert.

 

 

Mit scheinbar beweglichen und temporären Öffnungen präsentiert sich Babel oder so. Ein Raumgebilde, aus Ringen und wieder Umfängen und Umlaufbahnen, die ineinander gesteckt und verkeilt zu immer neuen Formationen fähig ist. Es ergeben sich je nach Blickwinkel neue Öffnungen und Löcher, die in dem Modell die Vorstellungen das Etwas sein könnte andeutet.

Das ineinander Geklemmte und Verkeilte bildet Volumen bzw. Räumlichkeit aus, wodurch sich Formen und Dimension in interne und externe Gebilde aufspalten und in der Skulptur Babel oder so zu sehen ist. Manchmal ist da auch ein Loch, dass auch ein Ring, Kreis oder Öffnung sein will; einen hinein zieht und wie ein schwarzes Loch in eine andere Sphäre leitet wo bereits das Nächste auf einen wartet.

 

Sich auf nichts festlegen sondern das Erkannte, Erlernte und Verstandene wieder und wieder zu dekonstruieren, und neue Fassetten daran zu entdecken, ist das prägnante an meinem künstlerischen Schaffen. Es ist ein ewiges Rad (Ring) das Ergebnisse zu Prozessschritte erklärt und dadurch neuen Schwung und Antrieb erhält.

DA(-)ZWISCHEN – Leslie De Melo, Val Wecerka

Text- Val Wecerka

Es war im Jahr 1992, als Val Wecerka ihre Heimat verließ, um sich hier in Wien niederzulassen. Die junge Künstlerin zog damit nicht nur in ein neues Land, sondern quasi auch in ein neues politisches und ökonomisches Universum. 1994 inskribierte sie an der Universität für angewandte Kunst in Wien, die sie mit Auszeichnung abschloss. In dieser Zeit entstanden vor allem zahlreiche figurative Bilder und Gobeline (Bildteppiche), die Val Wecerka selbst gewebt oder geknüpft hat. Seit 2013 widmet sich die Künstlerin voll und ganz der abstrakten Malerei. In ihrer Kunst setzt sie konsequent auf Wiederholungen von Materialien, Schriftbildern und Formen, die ihren ursprünglichen Zweck nur noch erahnen lassen und in ihrer neuen geometrischen Anordnung ein völlig neues Ganzes ergeben.

Heute ist sie eine international anerkannte Kunstschaffende, die nicht nur regelmäßig in Wien bzw. in Österreich, sondern auch in York, New York, Venedig oder Rom ausstellt.

Ihr Werk wurde zweimal für den bekannten österreichischen Strabag Art Award sowie in den Jahren 2016 und 2018 auch für den Aesthetica Art Prize in Großbritannien nominiert.

Text – Leslie De Melo

Leslie De Melo geboren in Dar-es-salaam ,indische Herkunft studierte an der Akademie der  bildenden Künste in Wien 1987 bis 1992. Er schloss sein Studium mit Auszeichnung  1992 ab. Sein Wirken als Künstler erstreckt  sich in diverse europäischen Städte wo er seine Werke  ausstellte. Viele Werke sind in Öffentliche Sammlungen und einige sind im öffentlichen Raum  permanent  präsentiert. Stadt Zwettl .Zuletzt hat er im Österreichischen Kulturzentrum New York in einer Gruppen Ausstellung Seine Sari Bilder in der Ausstellung BEAUTY COTEST gezeigt. Leslie De Melo  arbeitet in unterschiedlichen Medien Malerei, Zeichnung, Skulptur ,Installation, FotoProjekte,Textematerial.

Auszug aus einem Text  von Dr Berthold Ecker

Leslie de Melo ist ein Künstler mit geradezu globalen Interessen. Dies mag einerseits in seiner Herkunft begründet sein, – Afrika, Indien und Europa gaben ihm verschiedenste kulturelle Möglichkeiten, Bedeutungen und Sichtweisen mit – andererseits ist sein Wesen von einer ungewöhnlichen Offenheit ausgezeichnet, die kulturell Festgefügtes aufbricht, Konventionen hinterfragt und zu neuen Verbindungen verschmilzt. Verschiedene Kunst- und Kulturfelder und ein besonderes Verständnis von der Rolle des Künstlers wachsen in seiner Arbeit zu einem neuen Ganzen zusammen. De Melos künstlerische Entwicklung liest sich paradigmatisch zur fortschreitenden Globalisierung, die seine Generation als Erste auf breiter Basis miterlebt und –gestaltet.

Raum, Figur, plastisches Gestalten und perspektivische Erfassung, wie sie seit der Frührenaissance entwickelt und in der abendländischen Kultur gebräuchlich wurden, sind in seiner Kunst einem neuen Diskurs unterworfen. Fläche, formale Reduktion und ein sehr vitales Kolorit stehen im Vordergrund der Bildwirkung.

Seine Bildfindung  bezieht sich auf alle Möglichkeiten, die in einer Thematik stecken, auf die bildnerisch/malerischen Aspekte genauso wie auf philosophische, psychologische, mythologische, religiöse oder gesellschaftsrelevante Fragestellungen.

Ganslwochen mit Beilage – Azadeh Vaziri, K.Joachim Keller, Ali Al Taiee

„Künstler als Beilage“  in der heutigen Zeit, oder schon immer?

Malerei/ Skulptur/ Videorauminstallation

Ganslwochen sind ja lange Zeit harmlose Festereignisse gewesen. Doch in unserer Zeit heute wird alles, aber wirklich alles so dermaßen vermarktet und aufgeblasen, dass die Nebensache zur Hauptsache wird. Vieles andere aber – so wichtiges auf der Strecke bleibt. Unsere Welt wird von Ökonomen bestimmt, nicht von Naturwissenschaftlern. Dinge werden erfunden und nicht hinterfragt, ob wir sie wirklich brauchen, der Markt bestimmt alles. Wer braucht eigentlich autonom fahrende Autos? „Künstler sind zu einer netten Beilage geworden“, sie spielen in diesen Entwicklungen eine kleine Nebenrolle.

Azadeh Vaziri rückt  Kinder in den Vordergrund ihrer Arbeit, sie sieht sie als Philosophen, die immer auf der Suche nach Geheimnissen des Lebens sind, sie sind noch neugierig und werten neutraler als Erwachsene, denn sie sind nicht vom Materiellen erfasst, zumindest bis zu einem gewissen Stadium der Erziehung. Es wäre klug, so Vaziri, aus der materiellen Welt zu fliehen und das eigene Ego gewissermaßen auch gleich zurück zu lassen. Denn jeder andere Weg wäre nur Kampf und Zerstörung. Was zählt ist das Kind im Inneren zu erreichen, aber es ist wohl der schwierigste Weg, sagt sie. Letztendlich aber würde sichs auszahlen, diesen Weg zu gehen: „Egoabbau“, es wäre ein Beitrag für den Frieden. In ihrer Arbeit versucht sie die grausame, zeitgenössische Welt hinter einem rosafarbenen Fenster eines Kindes zu stellen, eine Art ironischer Blick auf unsere Zeit.

Ali Al Taiee, der lange Zeit, die abstrakte Malerei forcierte, sieht sich mehr und mehr gedrängt, auf gesellschaftspolitische Ereignisse zu reagieren, und dabei entdeckt er auch seine eigene, schwache Seite. Der Rückzug in die „Vier Wände“, denkt sich eine Revolution vom Bett aus zu starten (Film) stellt seine Arbeit unter dem Bild und dem Begriff „Verlorene Paradiese“, Paradiese der Erinnerung, stellt da, wie schwer es sein wird, Dinge wirklich zum Guten zu wenden. Und erinnert uns daran, dass alles auf der Straße im Kampf errungen worden ist. Nichts wurde geschenkt, alles musste erkämpft werden.

Joachim Keller hat stellvertretend für eine allgemeine Veränderung, bzw. wie er meint,Verarmung unserer (Um)-Welt Vögel ins Zentrum seiner Arbeiten gerückt.DasTempo, indem die Veränderung stattfindet, steigt rasant, mit jedem Jahr, Monat, oder noch viel schneller, verschwinden Tiere und Pflanzen von unserem Planeten – manche Vögel, die er malt, sind bereits ausgestorben oder existieren nur noch in seiner Fantasie.

Text – Ali Al Taiee, Joachim Keller

Die Gleichförmigkeit der Zeit – Herbert Hofer, Rober Zöchling

Die Wirklichkeit ist nicht das, was wir sehen …

dieser Fluss der Zeit ist uns sehr vertraut

und zugleich

äußerst rätselhaft –

aber trotzdem wohl nur

eine

Illusion.

Robert Zöchling

 

Herbert Hofer –„Das unheimliche Flackern der Bilder“

Wir sehen offensichtlich doppelt belichtete Fotos von Alltagsgegenständen, Menschen, aber vor allem von Räumen. Sie wirken unwirklich und rätselhaft. Wie kommt die links oben identifizierbare, leuchtende Neonröhre nach rechts unten? Warum sehe ich sie doppelt aber verkehrt: Einmal als Positiv – einmal als dunkles Negativbild? Offenbar hat eine Transformation/ein Prozess stattgefunden, dessen Ausgangspunkt und Ergebnis ich nun simultan fotografisch festgehalten, quasi eingefroren wahrnehme.

Ist ein Foto gefrorene Zeit? Sehen wir die 2 Kader eines superkurzen Film-Clips? Ein Flackern, gewissermaßen? Tatsächlich haben die Fotoarbeiten für mich eine filmische Anmutung: Viele stellen durch Überlappungen diffuse Räume dar. Diese physisch zu durchmessen – oder auch nur mit Blicken zu erfassen – braucht Zeit. Das Kippen des Bildes täuscht eine Aufhebung der Schwerkraft vor. Umgestürzte Sessel scheinen zu schweben. Die Zeit fließt nicht gleichförmig – es wirkt eher wie ein wiederholtes Anhalten derselben, ein Ruckeln, vielleicht auch ein Schweben zwischen zwei Zuständen. Das ursprüngliche Bild scheint klar zu sein: Es muss das Positiv sein! Aber muss es? In der analogen Fotografie ist das erste Abbild ein zum Original seitenverkehrtes Negativ. Und durch das Hin- und Her-Springen zwischen den Bildern/Zuständen in einem Bild scheint die zeitliche Reihenfolge ohnehin aufgehoben. Davor ist danach – und umgekehrt.

Sowohl durch die räumlichen Überlappungen als auch durch die Zeitsprünge entsteht der Eindruck, als entstünde ein weiterer (Zeit-) Raum dazwischen: Eine unheimliche aber faszinierende Zwischenwelt, die nicht unseren physikalischen Gesetzen zu gehorchen scheint.

Text – Felix Malnig, 2019

 

WERT-PAPIERE – Maria Bussmann, Stephan Hafner, Heike Schäfer

 

Welchen Wert haben Noten von Liedern, die nicht mehr aufgeführt werden, Migrationspapiere, die nicht unterzeichnet werden?

Wieviel wert ist 1 Billion, eine Stimme in der Präsidentschaftswahl, eine künstlerische Arbeit, die von einem Künstler gefälscht wurde?

Maria Bussmann, Stephan Hafner und Heike Schäfer zeigen Papierarbeiten, die sich auf verschiedene Weise mit dem Schaffen, (An-)Erkennen und Bewahren von Werten auseinandersetzen.

Sie hinterfragen gesellschaftliche und nummerische Systeme, deren Relevanz und Fragilität, nicht ohne subtilem Humor, der für ihre künstlerischen Positionen charakteristisch ist.

2018

LÜCKEN – Mansurshon

Linien, ein Atemhauch…
Endlos, in einer durchgehenden Bewegung begleiten die Linien meine Gedanken – was auch immer jetzt, heute passiert, hervorgerufen aus dem Unterbewusstsein der Vergangenheit, in ein Ganzes. Durch den Ausdruck meiner Gefühle in jedem meiner Werke erlange ich Ruhe und Harmonie…

Mansurshon

"REDRAW"

 

Tatia Skhirtladze

 

2015   Illusion ist die Arbeit über Film als un-totes Medium und über Sehnsucht nach Farben.

Seit 2012 wird Illusion immer weiter entwickelt und verändert.

Die ursprünglich geplante  filmische Arbeit und Installation, wurde in 2014 zu einer Photoserie.

Diese Fotoserie wird  bei der Ausstellung „REDRAW“ in der Galerie Frewein-Kazakbaev gemeinsam mit Farbgrafiken  ausgestellt. 

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OSSO

 

Die Sehnsucht nach Bewegungsfreiheit.  

Osso´s Bilder thematisieren ein Erforschen, ein fast zum Bersten energiegeladenes Verharren, ein Finden in Farben und Formen. Eine Ausstellung über die Sehnsucht nach Bewegungsfreiheit.  

Osso´s Bilder thematisieren eine Suche, ein Erforschen, ein fast zu bersten energiegeladenes Verharren, ein Finden in Farben und Formen.

Tuschezeichnungen:

Ein Erforschen von Körper und Drang in sich ständig veränderndem Kontext.

Öl und Acryl auf Papier:

Duett von Körper und Emotion

Acryl auf Leinwand:

Tanz verharrend im Augenblick

"Ich reise nicht, ich flüchte"

 

Dieter Matzalik

 

Wer hat sich in den letzten Monaten nicht gefragt:
„Was würde ich mitnehmen?“
oder ist das ein Luxusfrage, weil die Menschen entsetzt vor ihren möglicherweise in Trümmern liegenden Häusern standen und wer denkt da noch an´s Mitnehmen?

Es wird Sie alle geben; diejenigen die Flüchten, weil ihre Häuser und Existenzen zerstört sind, Familien und Freunde längst weg sind. Oder junge Männer mit der einzigen Aussicht in der Assadschen Armee zu morden, die aber nicht in den Krieg wollen?
Und dann sind da noch die Wirtschaftsflüchtlinge, die bei uns sogut wie niemand haben will – je nach politischer Gesinnung fällt die Formulierung der Ablehnung oder der Tonfall streng bis polternd und rüde aus – aber wie habe ich mir das vorzustellen?
Gemüsehändler in Kobane zu sein und keinen Asylgrund angeben zu können; also auf den Grünmarkt und Tomaten oder Orangen einkaufen und dann zwischen Geschützen oder zertrümmerten Häusern hindurch mit dem Handwägelchen Sie stückweise an vitaminhungrige Soldaten oder Rebellen verkaufen?
Die persönliche wirtschaftliche Not ist kein Grund für Asyl?
Nein, dann doch lieber ein Sackl packen, einen Schlepper organisieren, weil ohne und legal gehts gar nicht, und auf ein besseres Leben hoffen.

 

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Alexandra Kromus

 

MUST HAVES for refugees

Was ist wirklich wichtig?

Was muss ich wirklich haben?

Was ist Luxus?

 

MUST HAVE, ein Begriff aus der Modewelt.

Wir jagen oft Trends hinterher, ein neues Teil muss her.

 

Auf Reisen, bei Tagen in der Wildnis, in der Wüste oder in den Bergen muss ich mit sehr wenig auskommen.

Bin ich aber auf der Flucht, bekommt das MUST HAVE eine andere Dimension, ich kann nicht zurückkehren zu meinem Sofa, Fernseher, übervollem Kleiderkasten.

Für mich als Flüchtling ist ein MUST HAVE nichts anderes als Überlebensnotwendig.

 „MUST HAVE“. Trinken, Essen, ein warmer, trockener Schlafplatz werden zum „MUST HAVE“.

Das mindeste an Notwendigem das ich zum Überleben brauche.

Überlebensnotwendig und gleichzeitig auch Luxus, eine warme Decke in einer kalten Nacht auf der Strasse macht den Unterschied zwischen unerträglich und halbwegs erträglich.

Ein trockener Schlafplatz ist vielleicht schon Luxus? - aus der Perspektive eines Nachtplatzes auf hartem kalten Beton oder Asphalt.

 

Fotografien von Alexandra  Kromus                                                                             Wien, 2016

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